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Führerschein mit 17

Ziel des "Begleiteten Fahrens ab 17" ist es, die Verkehrssicherheit junger Fahranfänger zu erhöhen. Junge Fahranfänger sind überdurchschnittlich häufig Hauptverursacher eines Unfalls mit Personenschaden. Gründe hierfür sind mangelnde Erfahrung und eine erhöhte Risikobereitschaft.

Die Erfahrung zeigt, dass das anfängliche Risiko nach neun Monaten bzw. ca. 5000 km in etwa halbiert ist. Deshalb hat man sich geeinigt, den Begleiter ein Jahr mitfahren zu lassen.

Die jungen Fahranfänger dürfen somit nach bestandener Prüfung ab 17 Auto fahren, allerdings muss bei jeder Fahrt eine Begleitperson anwesend sein. Diese Begleitperson muss in der Prüfungsbescheinigung des Fahranfängers eingetragen sein.

 

Der Vorteil dieser begleitenden Maßnahme stellt sich folgendermaßen dar:
  • Mäßigender Einfluss einer Begleitung - diese stammt nicht aus derselben Altersgruppe
  • Zusätzliche Fahrpraxis für den Fahranfänger - die Phase des Lernens wird verlängert
  • Junge Fahrer können von der Erfahrung der Begleitperson profitieren

 

Diese Faktoren lassen einen Rückgang des Unfallrisikos bei jungen Fahranfängern erwarten und auch ein herabgesenktes Risikoniveau in der Phase des selbständigen Fahrens. Untermauert werden diese Erwartungen durch eine erste Trendauswertung eines vorrausgegangenen Feldversuches. Diese belegt, dass sich die Unfallzahlen beim späteren Alleinfahren reduzieren und auch in der Begleitphase keine Personenschäden zu verzeichnen waren. Es ist nur der vorzeitige Erwerb der Fahrerlaubnisklasse B und BE möglich. Die Klassen M, L und S sind mit eingeschlossen und dürfen auch ohne Begleitperson gefahren werden. Die Fahrberechtigung gilt nur im Inland. Der Schüler darf im Alter von 16 ½ Jahren die Ausbildung Klasse B/BE beginnen.

Alle Ausbildungs- und Prüfungsvorschriften gelten wie bei einem Erwerb mit 18 Jahren. Allerdings ist hier die Zustimmung der gesetzlichen Vertreter erforderlich.

Die theoretische Prüfung darf frühestens drei Monate vor Vollendung des 17. Lebensjahres abgelegt werden. Bei der praktischen Prüfung darf der Fahrschüler frühestens ein Monat vor dem 17. Geburtstag die Prüfung antreten.

Nach erfolgreicher abgelegter Prüfung erhält der Fahrschüler eine befristete Prüfungsbescheinigung, diese ist im ganzen Bundesgebiet gültig, nicht aber im Ausland. Der Fahranfänger darf nur mit einer Begleitperson fahren. Bei Erreichen des 18. Geburtstages fällt die Auflage weg und der Kartenführerschein wird von der Behörde ausgehändigt.

Die Prüfbescheinigung

Die Prüfungsbescheinigung gilt als Führerschein. Sie wird dem Bewerber nach bestandener Prüfung ausgehändigt. Die Begleitperson (oder mehrere) ist/sind dort ebenfalls eingetragen. Beim Fahren muss der Fahranfänger die Prüfungsbescheinigung und einen Ausweis oder Reisepass mitführen, weil die Prüfungsbescheinigung kein Foto enthält.

Mit 18 Jahren erhält der junge Fahranfänger nach Antragstellung einen Kartenführerschein. Ohne Kartenführerschein darf der Fahranfänger nach dem 18. Geburtstag noch max. drei Monate mit der Prüfungsbescheinigung fahren, dann auch ohne Begleitung!

Aufgaben des Begleiters

Die Begleitperson soll ausschließlich als Ansprechpartner zur Verfügung stehen, um ihm Sicherheit beim Führen des Kraftfahrzeuges zu vermitteln. Zur Erfüllung ihrer Aufgabe soll die begleitende Person Rat erteilen oder kurze Hinweise geben.

Voraussetzungen des Begleiters
  • mindestens 30 Jahre alt

  • in den letzten fünf Jahren ununterbrochen im Besitz der Fahrerlaubnis Klasse B

  • bei Antragstellung max. 1 Punkte im VZR in Flensburg

Folgen bei Verstoß

Ein Verstoß gegen die Auflagen hat den Widerruf der Fahrerlaubnis zur Folge.
Für die Neuerteilung ist die Teilnahme an einem Aufbauseminar erforderlich.